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Westerwaldschule Gebhardshain verpasst haarscharf die Sensation

Badminton Landesentscheid bei „Jugend trainiert für Olympia" an Spannung kaum zu überbieten

Seit fünf Jahren unterstützt die Westerwaldschule nun schon die DJK Gebhardshain-Steinebach, wenn es darum geht, Kids aus der Region für Sport allgemein und Badminton im Besonderen zu begeistern.
Egal ob Grundschulprojekttag oder Turnierausrichtungen – die DJK wird mit Hallenzeiten und Equipment bestmöglich gefördert. So ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Jungs und Mädchen, die nach ihrer Grundschulzeit auf die Westerwaldschule wechseln, bereits auf einem relativ hohen Niveau Badminton spielen. Was lag also näher, als bei dem jährlich stattfindenden Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia" mitzumachen.
Scheiterte das in der WK IV angetretene Team mit Jamie Maus, Ben Lindner, Josephine Fehling, Elayne Krenn und Nele Corten im letzten Jahr noch knapp im Regionalentscheid, ging es jetzt bereits zum Landesentscheid nach Hargesheim. Dort warteten die besten Schulteams aus ganz Rheinland-Pfalz auf die Gebhardshainer. Im Modus „Jeder gegen Jeden" mussten pro Begegnung zwei Doppel und vier Einzel absolviert werden. Etwas nervös ging es zunächst gegen das Hans-Purrmann-Gymnasium Speyer. Trotz einiger Dreisatzspiele konnte die Partie letztendlich sicher mit 4:2 gewonnen werden. Hier kam auch Josias Penner zum erstmaligen Einsatz, der als Ersatzspieler kurzfristig nachnominiert worden war, und seinem Gegner immerhin einen Satz abnehmen konnte.
Gegen den nächsten Kontrahenten – die Hargesheimer Alfred-Delp-Schule – hatte man 2023 noch im Regionalentscheid verloren. Dieses Mal sah es ganz anders aus und das Team der Westerwaldschule konnte ein 5:1 einfahren. Damit war schon klar, dass mindestens der zweite Platz in den Westerwald gehen würde.
Im letzten Spiel des Tages wartete allerdings eine wirklich harte Nuss auf die Gebhardshainer: das Heinrich-Heine-Sportgymnasium Kaiserslautern. Die Hälfte der „Pfälzer" waren allerdings alte Bekannte. Ben Euteneuer hat auch in der Gebhardshainer Großsporthalle zum ersten Mal das Badmintonracket in der Hand gehalten – so wie Imani Fasel beim TuS Bad Marienberg. Beide Westerwälder sind seit dem letzten Sommer Schüler des Sportgymnasiums.
Was dann kam, war an Spannung kaum zu überbieten. Konnten die Gebhardshainer im dritten und vierten Einzel dem sehr homogenen Team des HHG nicht wirklich Paroli bieten, sah das in den Doppeln und den Spitzeneinzeln schon anders aus. Sowohl Jamie im ersten als auch Ben im zweiten Einzel wuchsen über sich hinaus. Jamie machte gegen sein Vereinskameraden Ben Euteneuer das Spiel seines Lebens. Sehr lange und sehenswerte Ballwechsel reihten sich aneinander und alle gingen an ihre körperlichen Grenzen. Am Ende hatten die Gebhardshainer knapp die Nase vorn und holten beide Spitzeneinzel. Bei den Doppeln konnte jedes Team ein Match für sich entscheiden, so dass es nach einem langen Kampf 3:3 stand. Da es auch bei den Sätzen ein Remis gab, mussten alle erspielten Punkte addiert werden, um einen Gesamtsieger zu ermitteln.
Letztlich hatte dabei Kaiserlautern knapp die Nase vorn und konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Trotzdem waren Badmintontrainer Ralf Hoß, Organisatorin Nina Müller, Sportlehrerin Gudrun Bayer und natürlich das ganze Team von dem Titel des Vizemeisters restlos begeistert und es ging im Partymodus nach Hause. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Badmintontrainer Ralf Hoß, der sich extra Zeit genommen hat, um das Team vor Ort in Hargesheim zu unterstützen und zu coachen.

Fotos: Westerwaldschule, April 2024.